Chop it...!

Ein Jahr lang versuchte ich, es mir schönzureden...wirklich
Aber es funktioniert nicht. Weil es einfach scheiXXe aussieht. 

Mainstream ist doch KacXe!

Dieses seitliche Profil mit diesem unförmigen Schnitt nach oben, der keineswegs dem Radlauf folgt, uäh
Würg!
Im Prolog erwähnte ich es bereits ausführlich; auch die Bilder gibt's dort dazu!

Voll sportlich und kein bisschen klassisch.
Gerade Letzteres sollte die Slim ja eigentlich sein seitens der FucXtory, nämlich klassisch, respektive ein klassischer "Bobber"...(ScheiXX-Wort, auch aus dem Massen-Gebrauch.)!

Ausserdem, gefühlt neun von 10 Möchtegern-Custombikes, egal ob Slim/Fat-Boy/Heritage/Etc.-Basis,  fahren diesen Stiletto-Mist spazieren. Mainstream
Nix für mich...und deswegen soll's nun endlich losgehen. 
Jaaa, also, hier ist der erste "richtige" StoneAgeCustomz-Beitrag in diesem Blog.


Das Stiletto soll/muss weichen und die seitliche Silhouette soll wieder aussehen wie stock bei einer FLS Slim. Dazu soll dann auch der originale Frontfender wieder montiert werden. Derzeit ist da nur eine Gabelstabi von Iron-Optics installiert, auf den vorigen Bildern nicht/kaum sichtbar.

  

Weg mit dem Heck! Ist von HDWV, original teuer, Ganzstahl, schwer, für 2-Personen-Betrieb zugelassen und wird von mir sicher nicht mehr benötigt. 
Sollte jemand Interesse daran haben, einfach über das Impressum bei mir anfragen. Eine Kopie der TÜV-Abnahme kann ich dazugeben und vielleicht finde ich sogar das Gutachten noch. 
Wenn nicht, sollte das beim Hersteller problemlos zu bekommen sein. 
Edit: Hat sich bereits 3 Wochen später erledigt; Teil ist verkauft!

Und nun ging's umbautechnisch los mit Gedankenspiel und Vorbereitung, Besorgen von Teilen, etc.!
Aber welche? Und was? Und warum? Und was noch alles?

Zunächst stand ich letztes Jahr erstmal da wie der Depp...beim Pre-Evo und auch beim Evo-Zeugs weiss ich ja schon das Eine oder Andere, aber mit diesem neumodischen Kram hatte ich mich ja vorher noch nie befasst. Noch nicht mal interessiert hat es mich.
Keine Ahnung gehabt, was kompatibel ist bei welchem Baujahr und somit auch nicht, mit welchen Teilen ich diesen Classic-Umbau bewerkstelligen könnte/sollte.

Also erstmal Kataloge gefressen, das WWW durchwühlt und auch im MVT-Forum nachgefragt. 
Zudem noch mit meiner Schrauberbude gequatscht und sogar mit 'ner offiziellen Vertretung der FucXtory gesprochen, weil die Frage war ja, ...

...welchen Fender? Welche Struts? Wie die Attos dort anbringen? Wie den Sitz anbringen/anpassen? Wie die Elektrik passend darunter verstauen? Und so weiter...

Da ich im Seitenprofil unbedingt auf OEM-Slim-Linie kommen wollte, sollte auch zwingend der originale Sitz wieder drauf. 
Dieses Vorhaben ist mit den Fender-Kits von diversen Herstellern wie z.B. RSD oder Mr.Bobber leider nicht möglich, weil damit jeweils der Radius der Wölbung nicht zum OEM-Sitz passt...oder aber alles so tief kommt, dass unter dem Sitz kein vernünftiger Platz mehr ist für den Kabelkram samt ECM...

...und um die Story hier jetzt wenigstens ein bisschen abzukürzen:
Die Entscheidung fiel am Ende doch wieder auf Do-It-Yourself in Form eines Fat-Boy-Fenders samt Struts von einer '13er US-Maschine. Fat-Boy also, mhm.
Natürlich ohne den ganzen Mist, der da OEM noch dran ist.

  

  

Dieser hat den großen Vorteil, dass genug Fleisch dran ist, um unterhalb der Struts noch den Radius der Felge nachzuschneiden.
Und hinten ist sowieso genug Material...

...der Cut bei etwa 22Uhr30, von der rechten Seite aus gesehen, wie original bei der Slim, oder eventuell kürzer (?) sollte also problemlos gelingen. Dazu dann noch die seitliche Rundung der Slim nachschneiden und fertig.

So der Plan...
...ganz im Stil von StoneAgeCustomZ!

Die Struts der Fat-Boy von '07-'17 passen sowieso, da dort original ebenfalls ein 200er verbaut ist und der dazugehörige Fender sitzt bei der Slim auch 'n Zoll tiefer auf dem Reifen, weil die Slim bekanntlich längere Shocks hat und somit das Softail-Heck etwas weiter unten ist, werksseitig schon tiefergelegt, sozusagen. 
Gut für die Optik, schlecht für die Schräglage...doch dazu montiere ich etwas weiter unten andere Trittbretter.

  

  

Als nächstes dann die Frage, ob die Struts mit den langen Covern montiert werden oder ohne

Ohne Cover hat den Vorteil, dass das Äußere der Streben dann eher nach OEM-Slim aussieht, allerdings kürzer. 
Aber auch den Nachteil, dass der Radius der Struts an ihrem hinteren Ende ebenfalls nicht so recht zum Radlauf und zu unteren Verlauf des Fenders passt, was mir nicht so richtig gefallen will, siehe Fotos hier drüber...
...dann doch lieber gleich die Cover montieren?

  

Mit Cover hat den Vorteil, dass das Konstrukt insgesamt stabiler bleibt, gerade für den bei uns überwiegenden Betrieb mit Sozia. Und wenn die Biegung am Ende der Struts schon nicht dem Radlauf folgt, dann kann man's auch gleich in die Länge ziehen und stabiler machen.

Also fällt die Entscheidung in der ersten Version jetzt für 2023 auf die Variante mit den Covern. 
Vorteile neben der Stabilität ist zudem, dass die Atto 3-1 leichter und stimmiger montiert werden können, da Bohrungen am hinteren Teil der Struts bereits vorhanden sind und die Teile nicht einfach in den nackten Fender gebastelt werden müssen.
Sollte sich diese lange Version insgesamt als doch nicht so stimmig herausstellen, kann im nächsten Winter auf kurze Struts umgebaut werden.

Damit die langen Cover der Struts nichts zu sehr ins Auge stechen, werden die silbernen OEM-Schrauben durch Schwarze ersetzt und mit, ebenfalls schwarzen, Nylonscheiben unterlegt.

Die Atto 3-1 finden ihren Platz also da, wo auch die originalen Blinker der Fat-Boy sitzen und werden mittels starren Hohlschrauben, original von Kellermann, in 10x20mm gehalten, ebenfalls mit schwarzen Nylonscheiben unterlegt für die gleichbleibende Optik.

Entgegen den Abbildungen hier drüber wurde für die erste Version beschlossen, dass der Cut anders als bei den ersten Markierungen auf diesen Fotos tatsächlich wie OEM-Slim bei etwa 22Uhr30 gemacht wird; nicht kürzer. 
Sieht man gleich weiter unten auf dieser Seite.

Optischer Vorteil ist, dass nach den relativ langen Struts-Covern mehr Material vom Fender übrigbleibt und es damit nicht so "abgehackt" daherkommt.
Leider ergibt es sich dann allerdings auch, dass die drei Löcher der Kennzeichenbefestigung dranbleiben. Kurzerhand habe ich beschlossen, dass das nicht stört und ebenfalls nach OEM aussieht...was gut ist.

Ausserdem war gestern Veterama in Hockenheim und da habe ich drei passende Abdeckungen gefunden, die ich da einfach reindrücken werde. Schön im OEM-Style.
Nebenbei kaufte ich auch gleich einen Pick-Up-Truck...57er GMC Stepside, har.


Der einzige und gleichzeitig größte Nachteil des FatBoy-Hecks ist, dass der originale Sitz der Slim nicht passt. Der Fender ist zu flach und breit und es entsteht diese halbrunde Lücke, die KacXe aussieht und eben nur zu 130-150er Fender mit der entsprechenden Rundung passt. Beinahe wäre das ganze Projekt daran gescheitert, denn den OEM-Sitz wollte ich ursprünglich unbedingt behalten.

ScheiXX-Lücke

Eine laaaaaange Weile überlegt, nach Möglichkeiten und Alternativen gesucht...
...ein ewiges Hin und Her, gefühlt. 
Harry von Vintage-Bikeparts aus Herford war sogar so nett, mir einen Demo-Sitz von Mustang zur Anprobe zu senden, um mal die Optik und Passung zu checken.
Vielen Dank nochmals an dieser Stelle nach Herford.

  


Allerdings zeigte sich, dass mir das auch wieder zu "sportlich" und zu wenig klassisch aussieht, ganz zu schweigen davon, dass der Diamond-Stitch nicht in Frage kommt und Längs-Nähte (Slim-OEM) bei Mustang gar nicht im Programm sind. 

Bei LePera gibt es zwar Längsnähte, custom-mäßig bestellbar für 90$ Aufpreis, aber dies müsste direkt in den Staaten bestellt. Das würde dauern, könnte nicht vor Kauf mal getestet werden am Mopped und dann noch plus Versand aus USA. Zu viel Kohle und Aufwand dafür, dass ich dann eventuell gar nicht zufrieden bin mit dem Ergebnis. 

Saddlemen, Danny Gray, Harley-Davidson, etc. gefallen mir ebenfalls nicht oder haben nichts Adäquates im Programm! Grrr.

Ausserdem, abgesehen davon, war die Passung des Mustang auch nicht 100prozentig genau und gut. Am hinteren Halter gab es ebenfalls eine Lücke und für die aufgerufenen Preise will ich nicht auch noch daran 'rumfummeln müssen und den Halter ändern...


...da ergab es sich eines Tages, tataaaa, dass beim Stöbern durch die eBlöd-Kleinanzeigen eine OEM-Sitzkombi von einer Wide-Tire-Fat-Boy angeboten wurde. 
Diese wurde einstmals dem Erstbesitzer von einem Sattler auf einer Bike-Messe angeboten, der vorher das Teil mit Gel-Einlagen gepimpt hatte und zudem neu bezogen mit Echt-Leder, im Slim-Stil mit Längsnähten versehen, pääärfekt.
Ein Glücksfall, die gewünschte Slim-Optik mit Längs-Naht, saubequem, hochwertig gearbeitet...gekauft.

  

Nie wieder Klagen von Frautski, dass Ihr der Popo schon nach 30 Minuten brennt, wie's beim Slim-Brötchen immer der Fall war.
Und dazu eine absolut taugliche Optik, die dem Slim-Style recht nahe kommt und zudem schön klassisch aussieht. Nahezu perfekt. 

So, dann noch fix den Rest im WWW gesucht, gefunden und bestellt.
Diverse schwarze Schrauben in 3/8 und 5/16, schwarze Nylonscheiben, die starren Aufnahmen von Kellermann für die Atto 3-1, einen Leder-Bip von Drag-Specialties für den (seltenen) Solobetrieb, bisschen Elektro-Stecker-Kram und anderes Kleinzeugs sowie nebenbei noch den fertigen Stecker für die Eliminierung der Klappensteuerung im hinteren Krümmer...
...aber das ist 'ne andere Geschichte.
Ebenso wie die Trittbretter von Zeco (Schluss mit dem Gekratze in jeder zweiten Kurve!) und das dazu passende Bremspedal von LjSpeedy

Danke Euch, das wird gut... 👍 


...soweit alle beisammen jetzt.
Dann kann's ja weitergehen.

Für die endgültige Anzeichnung der Linie also erstmal montiert und abgeklebt...

 

  

...und natürlich angezeichnet. Wie schon gesagt, etwas länger. Volle Absicht, weil das hier kein klassischer Chopper ist/wird, sondern "nur" ein gechopter Klassiker, mhm. 
Tolles Wortspiel.


Anschließend wieder abbauen, das Ganze, die Reflektoren an den Covern abhebeln, Schaumstoffreste mit den Fingernägeln abknubbeln sowie mit Waschbenzin komplett eliminieren und dann mit ColorWax abpolieren.

   

Dann Metallblatt in die Stichsäge und Flex bereitlegen. Chop-Suey ist dran...

...dazu gibt's weiter nicht viel zu erzählen. Mit der Säge durch und das grobe Zeug ab, mit der Flex vorsichtig nachschleifen, entgraten, etc., um später möglichst wenig und einfach die Rundungen im Profil und an den Kanten selbst mit der Hand nachzuarbeiten und zu schleifen.

 

  


Es folgt jetzt die Handbearbeitung und anschließend das Lackieren. Letzteres muss wohl leider noch ein paar Tage warten, um ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen. 
Einen Raum für Farbarbeiten bietet die Scheune zwar, aber diese Woche scheitert es wohl an den Temperaturen da draußen. Heute, Mitte April '23, hat es nur 8°C, eindeutig zu wenig. 
Doch nächste Woche sind wenigstens 18°C angesagt und dann geht's hier gleich weiter.

Bleibt in der Zwischenzeit eigentlich nur, die neuen Trittbretter samt Bremspedal zu montieren...

  

  

  

  

Sehr ansehnlich, möchte man meinen!
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Eine knappe Woche und einiges weiteres Geschleife später dann der Versuch der Lackierung. Gerade begnadet bin ich darin nicht, obwohl es sich am Ende meistens wenigstens halbwegs sehen lassen kann. So auch in diesem Fall?¿

2023 ist ja, wie oben erwähnt, sowieso erstmal "nur" ein Versuchsjahr mit dieser Fenderlänge im Stock-Slim-Style und auch mit den langen Struts. 
Sollte es Ende des Jahres immer noch gefallen und sich die Optik bewähren, wird das Teil flugs nochmal weggeschraubt und darf zum richtigen Lackierer.
Bis dahin wird's auf jeden Fall auch so in Ordnung sein, ...

  
...noch nass, verläuft sich später noch glatt; oder auch nicht?¿

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Nach dem Aushärten des Lackes stellt man fest, dass sich die "Befürchtung" bestätigt und es nicht arschglatt verlaufen wollte. Zu kühl? Zu blöd dafür? 
Letzteres zumindest manchmal nicht; den King-Sporty damals z.B. habe ich im Original-Zweifarb-Trim sehr gut hinbekommen, samt Zierlinien und x Schichten Klarlack. Da war's aber auch Hochsommer und die Brühe ist perfekt verlaufen.
Diesmal nicht, was soll's...geht's eben im Winter zur Lackierbude. Schon okay.
Hier und jetzt soll es erstmal um die passende formelle Optik gehen und natürlich auch um die Funktion.

  

Als nächstes also die abgeschnittenen Atto-Kabel flicken. Habe mich für Messing-Stecker mit Dichtungshülsen entschieden, um das später wieder relativ schnell abmontieren zu können.
Vorher, an dem Stiletto-Heckteil, hatte die "ganz tolle" offizielle HD-Werkstatt das so montiert, dass man es nur mittels abgeschnittenen Kabeln wieder demontieren konnte. 
Selbst auspinnen der Stecker vorne hätte nicht geholfen, denn Widerstände und Verbindungen zum originalen Kabelbaum hatten die Jungs dort mehrfach gewickelt und in diverse Lagen von Schrumpfschlauch gepackt. 
Bravo.../sarcasm

Also "neu" machen.
Die Atto-Kabel haben winzigsten Querschnitt und natürlich hatte ich solche Mini-Stecker nicht. Also nehme ich welche für 0,7-1,5qmm, klemme die abisolierten Stränge da ein und entscheide mich, das für perfekten Kontakt jeweils noch zu verlöten.
Besser ist das!
Vor dem Steckergefummel natürlich noch die Gummihülsen darüber und nach dem Löten über die Stecker schieben, ausserdem den "Hohlraum" dahinter mit Klebstoff ausgießen. Bin zufrieden damit.

  

Das funktioniert in dem Fall nur mit vorheriger Montage der Attos an den Struts-Covern. Sonst bekommt man hinterher die Stecker nicht mehr durch dieses 5mm-Loch der Kellermann-Aufnahme, mittleres Bild hier drüber.

Also, zuerst die Aufnahmen der Attos am Cover verschrauben, dann Attos hineindrehen,  ausrichten, festhalten und dann festschrauben - Schraubensicherung nicht vergessen, damit sich die Dinger nicht irgendwie lösen oder verdrehen...
...dann erst Stecker montieren und löten.

  
...ist doch ganz nett mit den schwarzen Schrauben und den Atto 3-1 da an der Stelle!

Anschließend die inneren Struts und die Cover samt Blinker und Kabeln mittels originalen Halterungen an den Fender schrauben, die Stecker zum vorderen Kabelbaum verbinden und sich um die Verlegung kümmern, so, dass im Fahrbetrieb nichts schleifen kann.

Wie sich zeigt, geht das in diesem Fall prima mit Kabelbindern, die easy unter die inneren Fender-Stabis gezogen werden können - hält alles perfekt und stabil an den Seiten. Je sechs Binder links und rechts und nochmal drei Stück vorne quer.

  

Für die vorher noch offenliegenden, dünnen Atto-Käbelchen benutze ich so einen gerippten, passenden Kabelmantel, der diese Teilstücke samt Steckern zusätzlich vor Umwelteinflüssen wie Wasser, Staub und anderen Schmodder schützen wird.

  

Im Anschluss dann noch das bisschen Hardware für den Sitz anbringen, sowie die Teile von der Veterama, siehe weiter oben, mit dem Dremel kürzen und in die drei Löcher am Ende drücken. Passen perfekt und sitzen gut.

Dann kann's ja auch schon losgehen mit der Endmontage? Ja, kann es.
Da gibt's jetzt nicht so viel zu erzählen. Mit den vier Schrauben in 5/16" die Struts vorne am Rahmen befestigen. 
Achja, vorher noch die hinteren Schrauben der Struts locker lassen, weil vorne sonst vermutlich die Löcher nicht sauber fluchten/ausgerichtet sind auf die Gewindebohrungen am Rahmen. 
Dann die vorderen vier Schrauben auf Drehmoment bringen und erst dann die hinteren nachziehen. Fertig.

   

Elektrik anschließen. Hier ja nur die beiden Stecker für die Kellermänner.
Dann das ECM in die Halterung drücken, den Rest der Kabel-Geschichte unter dem Sitz ein bisschen aufräumen, die Hauptsicherung einstecken, Zündung an und siehe da...
...Licht geht, Bremslicht geht, Blinker gehen. Wunder!

Spätestens hier hätte ich eigentlich trotz wie immer gewissenhafter Arbeit mit irgendeinem ScheiXX gerechnet, aber nein, es funktioniert einfach nur. Cool.
Der ScheiXX kommt dann erst als winzige Anekdote am Schluss...

  
Elektrik geht wunderbar, feinifein!

Da ja jetzt endlich ein klassischer Slim-Heckfender montiert ist, kann auch vorne das Teil von Iron-Optics weichen und der OEM-Fender wieder hin. Guckst Du.

  

So weit, so gut...
...bleibt eigentlich nur noch, einige Bilder vom fertiggestellten Umbau zu bringen.
Bis auf klitzekleine Schwächen im Detail bin ich absolut zufrieden mit dem Ergebnis und vor allem mit dem neuen Erscheinungsbild des Bikes.
Endlich ist dieses unförmige Pseudo-Custom-Heckteil entfernt und die Slim hat wieder das ihr ursprünglich angedachte Seitenprofil...*freu*

Voll korrekte Form am ArscX!
Korrekter Lack folgt...versprochen.

...und auch der Fat-Boy-Einzelsitz passt m.M.n. voll ins klassische Bild und unterstreicht seine Zugehörigkeit zur Slim vor allem wegen seiner Längs-Steppung. Nahezu perfekt, auch wenn die Form doch vom OEM abweicht und vor allem vorne unsinnig lang ist im Vergleich zum Originalsitz. 
Das Bip da hinten drauf von Drag-Specialties ist, nebenbei noch gesagt, für diesen Preis eine echte Frechheit. Benutzt man die bereits vorgestanzten drei Löcher, dann steht das mittig etwa einen Zentimeter hoch und schmiegt sich kein bisschen dem Fender an...es müssen also vorne zwei neue Löcher gestanzt werden, damit das passt.

  

Das Sozius-Teil kommt mir zwar optisch irgendwie unnatürlich groß vor, aber Frautski schwärmt nach dem ersten Probesitzen jetzt schon davon. Also, Ziel erreicht. Und das Ding ist echt sehr bequem. 
Auch der Kniewinkel ist beim Hintendraufsitzen jetzt bedingt durch die Höhe des Pillions nicht mehr so extrem und es lässt sich vermutlich deutlich länger aushalten auf'm Heck.

  

Auch das vordere Dreiviertelprofil überzeugt mich jetzt voll und ganz...und zwar mit und ohne Frautski's Pad. 
Bin mit dem Ergebnis wirklich äußerst einverstanden
Damit bin ich hier durch und feddich...✌️

Stand: 30. April '23


Näää, nicht ganz...habe sehr kurzfristig einen Termin bei Carlos, Lackmeister, bekommen, zum Lackieren des Fenders. Also alles nochmal schnell demontiert und flugs dort hingebracht.

 

Die nächsten beiden Bilder veranschaulichen die Qualitätsunterschiede zwischen einer durchschnittlichen Behelfslackierung mit der Dose und der Arbeit eines Professionellen. Letzteres kann sich sehr sehen lassen und Carlos stellt zudem wirklich faire Preise auf. 
Bei der Gelegenheit habe ich daraufhin nämlich außerdem mal angefragt, was er für einen kompletten Lacksatz nehmen würde und da könnte man doch glatt in Versuchung kommen.
Aber auch das ist eine andere Geschichte.

  

Anschließend gleich fix wieder alles angeschraubt und montiert...jetzt brauche ich auch nichts mehr erklären, weil's jetzt einfach bloß noch geil aussieht. 
Der Classic-Slim-ArscX, nur in fett. Sehr gut.


Und hier zum Schluss nochmal ein Vorher-Nachher-Vergleich...viele stehen ja anscheinend auf die Stiletto-Geschichte, aber ich bin jetzt nur noch froh, das endlich nicht mehr mit ansehen zu müssen, har.
Das bisschen Aufwand hat sich für mich sehr gelohnt.

  

Jetzt ist es wirklich feddich...✌️

Stand: 05. Mai '23



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P.S.:
Die versprochene, winzige Anekdote zum Schluss?
Gerne wollte ich gestern gleich die Kiste starten und 'ne kleine Runde mit der neuen Optik drehen, aber nein...
...die Batterie entschied, sich just in dieser Winterpause zu verabschieden, ohne Bescheid zu sagen, brach beim Startversuch von sowieso schon schwachen 12,4V auf bis zu 4-7V ein. Hinüber.

Irgendwas musste ja noch schiefgehen, auch wenn's mit dem Umbau nix zu tun hat!
Doch lieber jetzt als irgendwann später fern der heimatlichen Umgebung, was?

   

Sofort wurde eine neue YTX20HL-BS bestellt und dank den Leuten hier in Nürnberg war die drei Tage später auch schon befüllt und vorgeladen bei mir zu Hause.

  

Nochmal drangehängt und ganz voll geladen. In der Zwischenzeit da unter dem Sitz einmal alles ausgesteckt, neu geordnet und verlegt, auch wenn das auf dem Bild jetzt irgendwie (noch) nicht so ersichtlich ist. Am Ende passt jetzt aber alles ganz gut unter den Sitz und ist halbwegs aufgeräumt.
Natürlich startet die Schlimm jetzt auch wieder mit voller Power und ohne Macken.
So long...


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